Bloggertreffen auf der Premium

Während der Fashion Week Berlin gab’s auch das jähliche (Mode-)Bloggertreffen. Die Premium stellte netterweise einen Raum zur Verfügung und Mary und Julia moderierten den Mittag. Eins vorweg: Es war ein schönes Event. Das Programm war nicht starr, sondern ließ Raum für persönliche Gespräche und gegenseitiges (offline-)Kennenlernen. Bei Überding gibt’s dazu ein paar sehr schöne Fotos. Wer mich findet bekommt ein Eis.
Das Thema in der Diskussionrunde, dann das ewig Gleiche: Können Blogger Geld verdienen oder verkaufen wir damit unsere Unabhänigkeit. Mein Blog gehört zu einem Unternehmen, vielleicht bin ich da nicht ganz objektiv, aber mir geht’s auf den Geist. Erinnert mich an ein Ortstreffen der WASG 2005. Ich hatte die Ehre als Praktikantin der örtlichen Tageszeitung anwesend zu sein und die Herrschaften haben geschlagene sechs Stunden diskutiert, ob eine Regierungsbeteiligung die Linken unglaubwürdig macht.
Ich finde dieses ständige Selbst-in-Frage-stellen seht im krassen Gegensatz zur Realität. Ich kenne keine andere Branche, in der Blogs als Medium so akzeptiert sind. Bei jeder Show saßen Blogger Frontrow oder Backstage um Interviews zu machen oder Videos zu drehen. Völlig zurecht, meiner Meinung nach. Denn wenn ich mir das oder das anschaue, frage ich mich nicht mehr, ob Bloggen ein Job ist. Da haben einige Leute sogar einen ganz wunderbaren Job gemacht. Wieso sollte der nicht bezahlt werden? Auf ARD läuft auch Werbung. Glaube ich deshalb der Tagesschau nicht? Ich denke nein. Ich würde daher einfach mal sagen: Brust raus, Modeblogger. Lasst euch nicht als Hobby abstempeln.





